Tipps zur Anwendung von Wünschelruten
Mit diesen Ratschlägen möchte ich den interessierten Leserinnen und Lesern den Einstieg erleichtern. Mit zunehmender Erfahrung wird jeder Mensch sein eigenes „Ritual“ entwickeln bzw. die Reihenfolge der einzelnen Punkte ändern und an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
Meiner Erfahrung nach ist ein wichtiger Punkt bei Mutungen bequeme Kleidung zu tragen, die sich elektrostatisch neutral verhält.
Des weiteren sollten weder Hunger oder Durst noch ein Völlegefühl ihre Aufmerksamkeit ablenken.
Wichtige Hilfsmittel sind ein Kompass, GPS-Empfänger oder ähnliches zum Bestimmen der Himmelsrichtung. Je nach örtlicher Gegebenheit reicht bei großen Mutungen oft auch eine genaue Landkarte zur Orientierung.
Es sollte immer ausreichend Material zum Kennzeichnen der Störquellen vorbereitet sein, um die Verläufe und Kreuzungen besser zu verdeutlichen und später in eine bemaßte Skizze einzutragen. Das können Holzstäbe, Papierzuschnitte, Bänder etc. sein. Vorteilhaft sind verschiedenfarbige Markierungen, da die Resultate übersichtlicher wirken.
Vor der Mutung ist es wichtig, dass man zur RUHE kommt und sich mental auf die Aufgabe einstellt. Dazu gehört für mich auch, neue Eindrücke einige Minuten wirken zu lassen. Sofern die Möglichkeit besteht sollte man bei der Gelegenheit die Natur beobachten. Mancher Baum, Ameisenhaufen, Wespennest etc. oder aber auch das Verhalten von Haustieren und das Wachstum von Zimmerpflanzen können viel über „Erdstrahlen“ aussagen.
Nun kann der Ort – gleichgültig ob es sich um eine Wohnung, ein Haus, einen Bauplatz, eine Wiese oder anderes Gelände handelt – unter Berücksichtigung der Himmelsrichtungen, systematisch abgegangen werden.
Grundsätzlich bevorzuge ich für den Einstieg die Mutungen nach den Himmelsrichtungen N/S und O/W um zuerst die Gitter zu finden. Die Abstände zwischen den „Bahnen“ varieren je nach Gelände und der zu mutenden Fläche. In Wohnräumen sind 30cm – 50cm ein gutes Raster. Auf großen Flächen kann das Raster auf 50cm – 100cm vergrößert werden und bei Bedarf widmet man sich besonders den gefundenen Störungen. Je nach anzuwendender Technik bedarf es einiger Konzentration auf die zu suchende Störzone oder einen freien Gedanken. Es braucht sich niemand zu sorgen auf einer Störquelle mit der Mutung zu beginnen, da beim Verlassen dieses Bereiches die Rute in die Gegenrichtung ausschlägt.
Da man bei „Erstbegehungen“ nie weiß, welche Störzonen vorhanden sind, beginne ich für gewöhnlich mit Winkelruten und der allgemeinen „Suche nach Störzonen“ wodurch die Ruten auf alle Quellen reagieren. Sobald es ausreichend viele Markierungen gibt um das Global- und Diagonalgitter nachzuvollziehen, konzentriere ich mich auf die übrigen Störzonen.
Bei Wasser ist oft die Frage wie tief der Wasserlauf ist. Dies ermutet man mit Fragestellungen wie z.B.: Ist der Wasserlauf tiefer als 1m, 2m, 3m, …...... 10m
Die Rute wird beim Eintreten in die Störzone ausschlagen solange die Bedingung erfüllt ist. Wenn der letzte Rutenausschlag bei der Frage war ob der Wasserlauf tiefer als 9m ist und das subjektive Empfinden für die Maßeinheit Meter einigermaßen stimmt, so kann man ausgehen dass man in dieser Tiefe auf Wasser stößt. Die Fließrichtung kann über den Rutenausschlag bestimmt werden.
Für den Brunnenbau müssen allerdings noch drei Bedingungen erfüllt werden:
1. Es bedarf etwas Übung um seine eigene „Abweichung“ auszuloten um nicht unnötig neben dem Wasserlauf zu graben. Dies kann über gefassten Quellen, bestehenden Wasserleitungen oder im einfachsten Fall über einem durchflossenen Wasserschlauch geübt werden.
2. Die Tiefenbestimmung sollte ausreichend trainiert sein um nicht unnötig tief graben zu müssen, wenn es bessere Alternative gäbe.
3. Ein entscheidendes Kriterium für den Brunnenbau ist die Bestimmung der „Ertragsmenge“ eines unterirdischen Wasserlaufes. Grob kann man über die Stärke der Störung und die gemutete Breite auf die Wassermenge pro Zeit schließen. Das Bestimmen der nutzbaren Wassermenge muss aber geübt werden.
Abschließend kann ich nur empfehlen - bevor die erste Brunnenstelle im „Alleingang“ gemutet wird – sich unbedingt einem oder einer erfahrenen Rutengänger(in) anschließen oder zu Rate ziehen um negative Erfahrungen zu vermeiden!