Hausuntersuchung » Radiästhesie

Einleitung Radiästhesie

Der Begriff „Radiästhesie“ ist aus einem lateinischen und einem griechischen Wort zusammengesetzt und bedeutet Strahlenwahrnehmung, wobei diese Fähigkeit grundsätzlich bei jedem Menschen vorhanden ist. Die unbewusste - mehr oder weniger stark ausgeprägte – Wahrnehmung von „Strahlen“ aus dem Untergrund wird über Rute oder Pendel als Anzeigegerät sichtbar gemacht. Es gibt eine Vielzahl an möglichen Quellen die auf diese Weise aufgespürt (ermutet) werden können. Dazu zählen unter anderem: verborgene Körper, Wasserläufe, Gesteinsbrüche, Verwerfungen, Hohlräume, Bodenschätze, Globalgitter (Hartmanngitter), Diagonalgitter (Currygitter), Blitzgitter (Schneidergitter) etc.

Die Radiästhesie wird in wissenschaftlichen Kreisen nicht anerkannt (Pseudowissenschaft), wobei es in Teilbereichen wissenschaftlich anerkannte Messmethoden gibt mit denen die Mutungen der Radiästheten überprüft und bestätigt werden können. Die Wassersuche bei Brunnenbauern ist ein solches Beispiel. Es gibt Messgeräte für die Wassersuche, welche jedoch aus Kostengründen nicht eingesetzt werden. Auch in der Alternatvmedizin werden Rute und Pendel eingesetzt, wobei die Erkenntnisse auch schulmedizinischen Untersuchungen standhalten.


Bis zum 17. Jahrhundert war das Wissen um die Möglichkeiten der Radiästhesie innerhalb der Bevölkerung weit verbreitet und so wurde diese Wissenschaft von allen Schichten angewendet.

Um nur einige konkrete Anwendungsfälle zu nennen:


  • Im Brunnenbau für die Quellensuche

  • Im Bergbau um ergiebige Schürfgebiete ausfindig zu machen

  • In der Landwirtschaft (Wohnraum und Stallgestaltung, Bepflanzung im Obst und Kräutergarten etc.)

  • In der Medizin als Diagnosehilfe


In der Epoche der „Aufklärung“ wurde die Rutenkunde als „Scharlatanerie“ abgetan und mit einem kirchlichen Verbot belegt, wodurch das Wissen in diesem Bereich sehr schnell an Bedeutung verlor.

Dies führte dazu, dass die Straßenfronten vereinheitlicht und dadurch auch Jahrhunderte lang freigehaltene Flächen verbaut wurden und die zurückgesetzten, immer etwas zusammengewürfelt wirkenden Gebäude verschwanden.

Zusätzlich wurden auch immer kleinere Flächen verbaut, wodurch es unausweichlich wurde, jeden m² Raum zu nutzen und folglich auch auf Störquellen zu schlafen.

Lediglich in sehr kleinen Siedlungen und Einzellagen war man noch Herr über Lage und Ausrichtung der Gebäude.

Die Kirche, der Adel, einige Wissenschaftler und Brunnenbauer nutzen diese Methode weiterhin.

Erst wieder am Beginn des 20. Jahrhunderts gibt es Aufzeichnungen über wissenschaftliche Aktivitäten im Bereich der Radiästhesie.


Im Jänner 1929 untersuchte Gustav Freiherr von Pohl - unter strenger Aufsicht und abgeschottet von der Bevölkerung – die ihm unbekannte Stadt Vilsbiburg bei Landshut eine Woche mit seiner Rute. Er erstellte eine Karte mit den stärksten Störzonen welche nach dem Ermessen und der Erfahrung des Freiherren gesundheitsschädlich sein sollten. Diese Daten wurden mit den Wohnorten der an Krebs verstorbenen Menschen verglichen und wiesen eine sehr hohe Übereinstimmung auf.

Damit war erstmals der Beweis gelungen, dass es einen Zusammenhang zwischen Erdstrahlen und Krebsfällen gibt.

Da die Untersuchung aus unterschiedlichen Gründen angezweifelt wurde führte der Freiherr eine zweite Begehung in Grafenau – der krebsärmsten Stadt in Bayern – durch und erstellte auch dort eine entsprechende Karte der auftretenden Störzonen. Auch in diesem Fall deckten sich die aufgetretenen Krebsfälle mit den von von Pohl ermittelten Daten.

Der Freiherr beschäftigte sich aber auch mit der Entwicklung und dem Vertrieb von „Erdstrahlen Neutralisationsgeräten“ und konnte auch ein Patent erwirken. Bei einem wissenschaftlichen Versuch gelang es ihm aber nicht die Funktion zu beweisen, wodurch das Patent entzogen wurde.


Ein weiterer Pionier bezüglich wissenschaftlicher Erforschung der Geobiologie war der Allgemeinmediziner und Homöopath Dr. Ernst Hartmann. Er beschäftigte sich ab 1948 sehr intensiv mit Erdstrahlen und erkannte in seiner Forschungstätigkeit einige Zusammenhänge zwischen chronischen Erkrankungen seiner Patienten und deren Schlafplätzen. Seine Forschungsergebnisse und Erfahrungen gab er in Seminaren, Tagungen und auch mit mehreren Büchern weiter, wobei sich letztere noch immer großer Beliebtheit erfreuen.

Er war 1961 ein Mitbegründer des „Forschungskreises für Geobiologie“.

Weitere Mitglieder dieses Forschungskreises waren Rainer Schneider und der Allgemeinmediziner und Homöopath Dr. Manfred Curry.